Geschlechtskrankheiten
Welche Geschlechtskrankheiten sind unter Homosexuellen weitverbreitet?

Auch wenn selbstverständlich nicht nur Homosexuelle unter Geschlechtskrankheiten leiden, gibt es ein paar Krankheitsbilder, auch innerhalb der Szene verstärkt vorkommen.

Das Tückische: oft bemerken die Betroffenen erst vergleichsweise spät, dass sie unter einer Geschlechtskrankheit leiden. Erste Anzeichen werden oft unter den berühmten Teppich gekehrt. Manchmal auch aus Angst davor, zum Arzt gehen zu müssen. Dabei ist es in der Regel weitaus unkomplizierter, eine Geschlechtskrankheit im Anfangsstadium zu behandeln. Im Gegenzug gilt, dass oft bleibende Schäden drohen, wenn eine Krankheit schon vergleichsweise weit fortgeschritten ist.

Die folgende Auflistung zeigt auf, welche Beschwerden unter anderem auch innerhalb der Schwulen-Szene weit verbreitet sind.

Eigentlich keine klassische Geschlechtskrankheit: Aids

Wer an Geschlechtskrankheiten und Homosexuelle denkt, denkt oft unweigerlich an Aids. Interessanterweise handelt es sich hierbei jedoch um keine Geschlechtskrankheit, sondern um eine Art von Immunschwäche, die jedoch über Sex übertragen wird.

Daher wird HIV bzw. Aids auch aus der folgenden Übersicht „ausgeklammert“. Dennoch gilt es natürlich, aufmerksam zu bleiben und sich durch Kondome zu schützen. Weiterhin kann ein reger Wechsel von Sexpartnern zur Folge haben, dass das individuelle Risiko, sich mit HIV zu infizieren, steigt.

Syphilis

Neben Aids gehört die Syphilis zu den bekanntesten Krankheiten, die über den Geschlechtsverkehr übertragen werden können. Wer sie nicht behandelt, kann sowohl bleibende Schäden davontragen oder an ihr sogar sterben. Manche Babys werden mit Syphilis geboren, da sie sich im Mutterleib anstecken.

Viele Symptome, die im Zusammenhang mit dieser Krankheit stehen, könnten theoretisch auch anderen Krankheiten zugeordnet werden. Daher fällt es oft – gerade im Anfangsstadium – schwer, als Betroffener eine entsprechende mögliche Zuordnung zu treffen.

Oft lässt ein Geschwür im Bereich der Geschlechtsteile den Betroffenen hellhörig werden. Dieses verschwindet in der Regel schnell wieder, sodass sich der Patient meist schnell wieder beruhigt. Manchmal entsteht auch kein Geschwür, während sich die Krankheit im Stillen weiterentwickelt.

Wer daher den Verdacht hegt, sich mit Syphilis angesteckt zu haben, sollte dringend frühzeitig einen Arzt aufsuchen. Gerade in früheren Stadien kann oft noch eine Heilung erzielt werden. Die Chancen schwinden jedoch mit einem Fortschreiten der Krankheit.

Tripper

Der Tripper gehört – nicht nur unter Homosexuellen – zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten überhaupt. Klassische Symptome sind Jucken, Schmerzen beim Wasserlassen und Rötungen. Schreitet die Erkrankung weiter fort, tritt auch Eiter aus dem Penis aus.

Um die Diagnose zu stellen, wird besagter Eiter vom Arzt weiter untersucht. Glücklicherweise lässt sich Tripper meist unkompliziert behandeln, sodass zumindest die Symptome schnell verschwinden. Die Betroffenen sollten allerdings regelmäßig untersucht werden, da Rückfälle nicht selten sind.

Herpes

Genital Herpes bzw. Herpes kann ebenfalls über Sex übertragen werden. Die Symptome sind hier meist kleine Bläschen, die jucken bzw. schmerzen, und Schwellungen. In besonders schwerwiegenden Fällen leiden die Betroffenen auch unter Fieber.

Das Tückische: wer einmal unter Herpes gelitten hat, hat das Virus in sich. Je nach Status („schlafend“ oder „aktiv“) kann es dann an Sexpartner übertragen werden. Wurde das Immunsystem – zum Beispiel im Rahmen einer Erkältung – stark beansprucht und ist geschwächt, hat auch der Herpes wieder leichtes Spiel. Viele Wissenschaftler sind auch der Meinung, dass die Psyche beim Herpes Ausbruch eine wichtige Rolle spielt.

Herpes ist nicht heilbar. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei beschwerdefreien Phasen lediglich um inaktive Phasen.

Harnröhrenentzündung

Auch eine Harnröhrenentzündung kann durch Sex übertragen werden. Weshalb manche Männer so oft und manche Männer überhaupt nicht an ihr erkranken, konnte jedoch noch nicht vollständig geklärt werden.

Als Differenzialdiagnose kommt hier auch der oben bereits erwähnte Tripper in Betracht. Eine Untersuchung des Ausflusses bzw. des Eiters gibt hier Aufschluss.

Generell gilt, dass eine typische Harnröhrenentzündung nicht immer von starken Schmerzen begleitet sein muss. Manche Männer verspüren lediglich ein leichtes Ziehen.

Fazit:

Den meisten Geschlechtskrankheiten kann heutzutage mit einer Kombination aus einem gesunden Körperbewusstsein, Kondomen und Aufklärung vorgebeugt werden. Wer jedoch – auch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen – Symptome bei sich entdeckt, sollte nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen. Oft lässt sich der Verlauf von Geschlechtskrankheiten durch ein rasches Eingreifen und eine entsprechend zeitnahe Behandlung unkomplizierter gestalten.

Wie schützt man sich vor Geschlechtskrankheiten?

5 responses to “Geschlechtskrankheiten”

  1. Klasse Beitrag 👍👍
    Darauf sollte MANN wirklich mal mehr achten und nicht immer so gutgläubig sein. Also Meine lieben, bloß keine Charme haben und regelmäßig zum Pimmel Doc gehen 😅😉

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  2. jetzt werde ich wieder vorsichtiger wenn ich meine zunge wo rein stecke… top beitrag

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