Welche Reisetipps sollten Gay Urlauber beachten?

Spätestens seitdem sich einige Hotelbetreiber in Katar dazu entschlossen haben, keine Zimmer an queere Gäste zu vergeben, stellt sich einmal mehr die Frage, ob es sinnvoll ist, sich im Vorfeld über Gay Urlauber Reisetipps zu informieren.

Dass manche Regeln, die übrigens auch für heterosexuelle Urlauber gelten, eingehalten werden müssen, dürfte klar sein. Generell gilt es dementsprechend, die Kultur des jeweiligen Landes zu respektieren. Wer zum Beispiel eine Kirche besucht, sollte nicht allzu freizügige Kleidung tragen usw..

Aber: Es gibt auch durchaus Tipps, die sich explizit an Gay Urlauber richten. Die folgenden Ratschläge zeigen auf, worauf im Rahmen eines möglichst entspannten Queer-Urlaubs geachtet werden sollte.

Je nach Reiseland möglichst nicht auf der Straße knutschen

Es klingt traurig und ein wenig desillusionierend, aber: Je nach Reiseland sollte auf den Austausch von Zärtlichkeiten auf der Straße verzichtet werden. In vielen größeren Städten Westeuropas, wie zum Beispiel in Paris oder in Madrid stellt es absolut kein Problem dar, die Liebe zum Partner/ zur Partnerin offen zu zeigen.

Aber es gibt auch Destinationen, zum Beispiel Polen oder Indonesien, in denen es nicht gern gesehen ist, wenn sich zwei Männer oder zwei Frauen (oder transsexuelle Menschen) küssen. Mit „nicht gern gesehen“ ist gemeint, dass hier eine ganze Bandbreite an Reaktionen die Folge sein kann. Manchmal werden Queers hier „nur“ mit erschrockenen Blicken bedacht. Manchmal werden sie jedoch auch verbal oder sogar körperlich angegangen.

Daher gilt: Wer als Queer in ein fremdes Land reisen möchte, sollte sich immer zunächst über die Queer freundlichkeit vor Ort unterhalten, um zu wissen, wie offen die Gesellschaft zum Beispiel homosexuellen Menschen gegenüber ist.

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Queer freundliche Länder als Destination wählen

Wer sich vergleichsweise wenige Gedanken darüber machen möchte, ob es „erlaubt“ ist, mit dem Partner auf offener Straße zu knutschen, sollte sich nach Möglichkeit von Vornherein für ein Land entscheiden, in dem die Bevölkerung der LGBTQIA+ Szene vergleichsweise offen gegenübersteht. Besonders beliebte Reiseziele sind in diesem Zusammenhang unter anderem Kanada, England, Frankreich und die Niederlande.

In vielen größeren Städten in diesen Ländern finden immer wieder unvergessliche und wunderschöne CSDs statt. Aber auch abseits dieser Events lohnt es sich in jedem Fall, hier vorbeizuschauen … Unter anderem übrigens auch für das in oder andere Sexabenteuer. Dementsprechend kommen hier auch Singlereisende auf ihre Kosten.

Es kann sich also durchaus lohnen, im Vorfeld einige Flirtvokabeln zu üben.
Auch beliebt: Gay-freundliche Hotels

Mittlerweile gibt es nicht nur gay-freundliche Urlaubsorte, sondern auch gay-freundliche Hotels. In den entsprechenden Häusern finden zum Beispiel regelmäßig Gay Partys statt. In manchen dieser Hotels sind sogar ausschließlich Menschen aus der LGBTQIA+ Community erwünscht.

Aufgrund des großen Interesses an Einrichtungen dieser Art kann davon ausgegangen werden, dass sich die Anzahl an Gay Urlauber freundlichen Hotels und Pensionen – gerade in den größeren Städten – im Laufe der kommenden Jahre noch erhöhen wird. Unter anderem wurden sogar bereits Ketten ins Leben gerufen, denen ihr hoher Wiedererkennungswert nicht abgesprochen werden kann.

Am besten früh planen

Wer im Vorfeld genaue Vorstellungen von seinem „perfekten Gay Urlauber“ hat, sollte diesen nicht allzu spontan planen. Vor allem zu den Hauptreisezeiten und im Zusammenhang mit CSDs vor Ort ist gerade in den größeren Städten einiges los. Daher lohnt es sich durchaus, hier ein wenig mehr Zeit einzukalkulieren, um am Ende auch das Hotel buchen zu können, was am besten zum eigenen Geschmack passt.

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