San Franciscos Ziel für 2027: Trans-Obdachlosigkeit beenden

Obdachlosigkeit ist für viele Trans-Personen ein großes Problem. Vor allem in den USA gibt es etliche Menschen, die keinen festen Wohnsitz haben und auf der Straße leben müssen. Ein Zustand, den zumindest die Stadt San Francisco ändern möchte.
Im Jahre 2027 soll es hier keine Trans-Obdachlosigkeit mehr geben. Hierfür ist die aktuelle Bürgermeisterin bereit, Millionen auszugeben. Das Ziel: Jede/r soll ein Dach über dem Kopf haben.

San Francisco ist schon seit jeher als vergleichsweise offene Stadt bekannt. Zudem hat dieser Ort zu der Geschichte der homosexuellen und queeren Kultur einiges beigetragen. Nun soll aktiv und vor allem effektiv gegen die Obdachlosigkeit vieler Trans-Personen vorgegangen werden. Doch wie genau sehen die Pläne aus?

San Francisco will die Obdachlosigkeit beenden

Pläne zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit von transsexuellen Personen

London Breed, die aktuelle Bürgermeisterin von San Francisco, hat angekündigt, die Obdachlosigkeit transgeschlechtlicher Bürger und Bürgerinnen bis zum Jahre 2027 zu beenden. Als finanzielles Polster werden für die Aktion 6,5 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt. Viel Geld, mit dem sicherlich viel bewirkt werden kann, wenn an den richtigen Stellen gearbeitet wird.

In Zusammenarbeit mit vielen öffentlichen Stellen soll das Problem der Obdachlosigkeit bald ein Ende finden. Unter anderem ist beispielsweise geplant, dass Abteilungen für Wohnen, Wohnungslosigkeit und öffentliche Gesundheit in das Programm mit aufgenommen werden. Auf der anderen Seite werden auch Initiativen der LGBTQI+ Community mit ins Boot geholt. Ziel ist es, eine langfristige Unterbringung der queeren Obdachlosen zu ermöglichen. Dass es hierzu eine entsprechend detaillierte Vernetzung braucht, sollte klar sein.

Dass sich viele Akteure der Politik – gerade in San Francisco – so stark für die Rechte von Queers einsetzen, ist nicht neu. Schon in der Vergangenheit konnte Bürgermeisterin Breed einige Fortschritte in Bezug auf eine Bekämpfung der Obdachlosigkeit von transsexuellen Personen verbuchen.

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So wurde unter ihrer Beteiligung ein Programm ins Leben gerufen, über das mehr als zehn transsexuellen Personen ein Jahr lang kostenfrei eine Wohnung zur Verfügung gestellt wurde. Hier konnten sie dann ihr Leben neu organisieren und beispielsweise auch oft einen Job finden.

Große Chancen für Trans-Personen

Wer in das Programm mit aufgenommen wird, bekommt die Chance, sein komplettes Leben zu verändern. Unter anderem geht es auch darum, den obdachlosen Personen Schul- oder Ausbildungsplätzen zu vermitteln, um ihnen eine Chance zu geben, in der Gesellschaft einen Platz zu finden.

Zudem wird auch denjenigen, die sich oft Jobsuche befinden, Hilfe angeboten. Verdienen die Menschen erst einmal ihr eigenes Geld, steigt auch die Lebensqualität oft schon automatisch. Der Schritt in eine eigene Wohnung ist dann oft nicht weit.

San Francisco will die Obdachlosigkeit beenden

Wird nur transsexuellen Personen geholfen?

Diese Frage ist sicherlich naheliegend. Aber: San Francisco möchte natürlich die komplette Obdachlosigkeit in der Stadt beenden, … Und zwar unabhängig davon, welchem Geschlecht bzw. welcher sexuellen Orientierung die betroffenen Menschen angehören.

Die Obdachlosenquote in der Stadt ist mittlerweile sehr hoch. Wer sich für die Situation innerhalb der Szene interessiert, sollte einen Blick auf die Details werfen. Die Bürgermeisterin geht davon aus, dass aktuell ungefähr 400 transsexuelle Obdachlose in San Francisco leben. Das Problem für diese Menschen ist, dass es vor allem Minderheiten oft schwerfällt, einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Bei ihrer Obdachlosigkeit handelt es sich dementsprechend um eine Art von Doppelbelastung.

Aktuell wird in den USA zudem – in vielen Staaten auch von gesetzlicher Seite – gegen die queere Community vorgegangen. In Florida dürfen Schulen zum Beispiel keine queeren Themen im Unterricht behandeln. Und genau diese Art der Transphobie färbt dann natürlich auch oft unweigerlich auf die Gesellschaft und das alltägliche Leben ab.

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