Die Online Plattform OnlyFans rudert nun zurück

Rund um die Plattform OnlyFans bleibt es weiterhin spannend. Erst kürzlich wurde bekannt, dass erotische Inhalte hier eigentlich – ab Oktober – keine Rolle mehr spielen sollten. Die Plattform plante, sich entsprechend zu distanzieren. Nun scheinen sich jedoch wiederrum Änderungen zu ergeben. Denn: angeblich soll es weiterhin erlaubt sein, entsprechenden Content zu verbreiten.

Doch wie kommt es eigentlich zum plötzlichen „Meinungswechsel“? Und wie sicher ist es, dass die Nutzer von OnlyFans weiterhin sexy Inhalte anschauen können? Fragen über Fragen… Ein paar können jedoch schon jetzt beantwortet werden.

OnlyFans rudert zurück

Viele Nutzer von OnlyFans kritisierten das Vorgehen

Für viele Menschen war klar, was sie bei OnlyFans erwartete bzw. wofür die Plattform stand. Hier wurde verstärkt auf nackte Haut und sexy Inhalte gesetzt. Gegen Bezahlung war es den Nutzern so möglich, ihre Gedanken in erotischer Hinsicht ein wenig schweifen zu lassen.

Was für die einen jedoch lediglich Spaß darstellte, war für die anderen die Basis ihres Lebensunterhalts. Es gibt viele Menschen, die OnlyFans nicht nur „nebenher“ betreiben, sondern tatsächlich zu ihrer Haupteinnahmequelle gemacht haben. Doch was, wenn genau diese wegbricht? Wer hauptsächlich auf sexuelle Inhalte setze, hiermit gut Geld verdiente, diese jedoch nun nicht mehr posten darf, hat ein echtes Problem.

Genau dessen schienen sich die Betroffenen auch bewusst zu sein. Das Ergebnis: sie ließen ihrem Ärger freie Luft. Unter anderem beschwerten sich auch viele Mitglieder der LGBTQI+ Szene.

Nun hat OnlyFans reagiert.

Was soll sich bei OnlyFans ändern?

Immer noch einiges. Auch wenn die Betreiber der Plattform mittlerweile zurückgerudert sind und sich somit von den besonders umfangreichen Änderungen, die eigentlich ab Oktober hätten umgesetzt werden sollen, verabschiedet haben, soll an kleineren Details nachjustiert werden.

Auf Twitter erklärte man jedoch unmissverständlich, dass (Zitat) “OnlyFans stands for inclusion and we will continue to provide a home for all creators.”.

In anderen Berichten ist dann wiederrum von einem möglichen Altersnachweis die Rede, um sicherzustellen, dass die Kunden und Kundinnen alt genug sind, um sich die entsprechenden Inhalte anzuschauen. Auf diese Weise sollen Minderjährige zusätzlich geschützt werden.

Fest steht jedoch, dass das Image der Plattform durch das Hin und Her etwas „angeknackst“ sein dürfte. Zudem gibt es im Netz noch weitere Alternativen, um mit erotischem Content Geld zu verdienen. Wer von einer Plattform enttäuscht wird, hat es somit nicht schwer, zur nächsten „abzuwandern“. Gerade dann, wenn die Kanalbetreiber es bereits geschafft haben, sich eine etwas breitere Fanbase aufzubauen, könnte es zudem sein, dass sie mehrere User „mitnehmen“. Ob die Ankündigung, sexuelle Inhalte zu verbieten, OnlyFans nun geschadet oder lediglich zu einem gesteigerten Bekanntheitsgrad beigetragen hat, bleibt abzuwarten.

OnlyFans rudert zurück

Welche Rolle spielt das Internet für Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen?

Unter anderem hat selbstverständlich auch die Corona Pandemie dafür gesorgt, dass sich der Alltag von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern im Laufe der Zeit stark verändert hat. In Zeiten von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen fiel es leichter, ins Internet zu gehen, anstatt sich zu treffen.

Viele dürften in diesem Zusammenhang auch bemerkt haben, wie unkompliziert es sein kann, Sex-Arbeit ins Netz zu verlegen. Aufgrund der gesteigerten Wichtigkeit und der großen Rolle, die das Internet dementsprechend heutzutage für das Geschäft spielt, ist es verständlich, dass viele Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen (unter anderem auch aus der LGBTQI+ Szene) nach der Ankündigung nun braver zu werden, auf die Barrikaden gegangen sind.

Wie das Ganze weitergeht und ob OnlyFans seine Meinung möglicherweise erneut ändert, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Plattform hat es auf beeindruckende Weise geschafft, in den Medien auf eine – für sie neue – Art wahrgenommen zu werden.

 

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