Im ZDF ist bald eine Serie mit einer nicht-binären Figur zu sehen

ZDF startet eine Nicht-binäre Serie

Das Programm des ZDF könnte in Zukunft ein wenig queerer werden. Denn: Der Sender arbeitet gerade an einer Serie, in der sich vieles um eine nicht-binäre Figur dreht. Insgesamt sind sechs Teile geplant. Die Hauptfigur, Charlie, fühlt sich nicht als Mann und nicht als Frau… Und dürfte damit aktuell vielen Queers aus dem Herzen sprechen. Gedreht wird in der hessischen Stadt Offenbach.

Die neue Serie im ZDF – was ist bekannt?

Es gibt bereits einige Details, die neugierig machen. So soll die Serie unter dem Arbeitstitel „Charlie“ laufen und aus insgesamt sechs Teilen bestehen. Charlie ist ein nicht-binärer Teen, der sich auf der Suche nach sich selbst befindet. Eine Folge soll etwa 15 Minuten dauern.

Die Idee entstand während der Corona Pandemie. Neben dem Abrufen über die ZDF Mediathek soll „Charlie“ dann auch auf ZDF neo angeschaut werden können.

Die Hauptrolle wird von Lea Drinda gespielt. Viele dürften sie noch von der Neuauflage von „Wie Kinder vom Bahnhof Zoo“ kennen. Allzu viel ist über Charlie jedoch noch nicht bekannt. Sie soll Anfang zwanzig sein und sich nicht als Frau und nicht als Mann fühlen. Sie lebt in gesellschaftlich eher schwachen Verhältnissen und teilt sich eine Wohnung mit ihrer Mutter.

Sowohl Charlie als auch ihre Mutter haben ihr Leben nicht im Griff. Immer wieder nehmen sie neue Jobs an. In all dem Wirr-Warr bemerkt Charlie schließlich, dass sie nicht die Erwartungen erfüllt, die ihr Umfeld an sie stellt. Sie fühlt sich nirgends wirklich dazugehörig – weder bei ihren männlichen noch bei ihren weiblichen Bekannten. Die Frage danach, wo Charlie hingehört, umtreibt sie die komplette Serie.

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Aktuell dauern die Dreharbeiten zur Serie noch an. Sie sollen Mitte Februar abgeschlossen sein. Ein genaues Startdatum für die Ausstrahlung gibt es noch nicht.

Wie wichtig ist eigentlich queere Sichtbarkeit im TV?

Wenn es um queere Sichtbarkeit im TV geht, haben in letzter Zeit vor allem viele private Sender viel Vorarbeit geleistet. Unter anderem erfreuten sich Prince Charming und Princess Charming einer besonderen Beliebtheit. Nun ziehen offenbar auch die Öffentlich-Rechtlichen nach und rücken das Thema immer weiter in den Fokus.

Während „damals“ noch ein Aufschrei durch die Massen ging, als sich beispielsweise Carsten Flöter in der „Lindenstraße“ outete und einen Mann im Vorabendprogramm küsste, gehen viele Menschen heutzutage entspannter mit dem Thema um. Die Gesellschaft hat sich jedoch auch noch in anderer Hinsicht verändert. Denn: Mittlerweile liegt der Fokus nicht mehr „nur“ auf schwulen und lesbischen Menschen, sondern auch auf Personen, die sich beispielsweise selbst als non-binär sehen.

Die Tatsache, dass es soeben eine Serie gibt, die genau hiervon handelt, könnte unter anderem vor allem jungen Menschen, die – ebenso wie Charlie – nicht wissen, wo sie hingehören, Kraft geben.

Allein der Umstand, dass mit „non-binär“ jetzt im allgemeinen Sprachgebrauch ein Wort geschaffen wurde, dass das ausdrückt, was so viele Betroffene fühlen, hat dafür gesorgt, dass sich viele Personen nun besser mit sich und ihrer Orientierung identifizieren können. Jetzt, da das Thema immer mehr in den Fokus gerückt wird, fällt es vielen Betroffenen vielleicht noch ein wenig leichter, für sich zu erkennen, dass sie – genau SO wie sie sind – absolut „okay“ sind und dass es zahlreichen Menschen ebenso geht, wie ihnen.

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