Verurteilte LGBTQIA+ Aktivist*innen bekommen Support von Sven Lehmann

Eine LGBTQIA+ Aktivistin und ein LGBTQIA+ Aktivist sollen im Iran hingerichtet werden. Sie wurden vor Kurzem zum Tod verurteilt, weil sie angeblich zu einer Förderung von Homosexualität beigetragen haben. Die beiden Angeklagten Zahra Sedighi Hamedani und Ilham Choodbar bekommen nun unter anderem auch Unterstützung aus Deutschland. Der Queer Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann, setzt sich für sie ein. Er hat sich dazu entschlossen, die „politische Patenschaft“ für die beiden zu übernehmen.

Gleichzeitig hat er sich in einem Schreiben an den iranischen Botschafter Mahmoud Farazandeh gewandt. Er fordert, dass die Todesurteile gegen Zahra Sedighi Hamedani und Ilham Choodbar aufgehoben werden. Zudem möchte er bewirken, dass die beiden freigelassen werden.

Sven Lehmann unterstützt Aktivistinnen

Sven Lehmann findet klare Worte, um sich für die beiden Aktivist*innen einzusetzen

Zahra Sedighi Hamedani und Ilham Choodbar seien deswegen zum Tode verurteilt worden, weil sie sich für die Menschenrechte und für eine Akzeptanz der LGBTQIA+ Community eingesetzt hätten. Lehmann würde die politische Patenschaft übernehmen, um Aufmerksamkeit auf das Unrecht zu lenken, das hier gerade passiere. Unter anderem spricht Lehmann unter anderem auch von anderen politischen Gefangenen, die im Iran verhaftet wurden. Er betont, dass das „grausame und brutale Vorgehen des iranischen Regimes“ […] „endlich“ aufhören müsse. Die politischen Schauprozesse würden im Iran genutzt um die Entschlossenheit der Demonstrierenden zu brechen. Daher sei es wichtig, den Druck auf das Regime im Iran zu erhöhen und solidarisch an der Seite der Iraner und Iranerinnen zu stehen, die für Freiheit und Selbstbestimmung kämpfen würden.

Was wird dem Aktivisten und der Aktivistin vorgeworfen?

Den beiden Menschen, die nun im Iran zum Tode verurteilt wurden, wird „Korruption auf Erden“ vorgeworfen. Es gibt keine Anklage im iranischen Recht, die als schwerwiegender gewertet werden würde. Sie kommt in der Regel dann zum Einsatz, wenn die Beschuldigten gegen die Vorgaben der Scharia verstoßen haben.

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Und da gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen laut Scharia unter Strafe stehen, so ist es auch verboten, sie „zu fördern“. Genau das wird den beiden Angeklagten, Zahra Sedighi Hamedani und Ilham Choodbar, jedoch vorgeworfen. Offiziell heißt es weiter, die beiden hätten Menschenhandel betrieben und seien mitschuldig am Missbrauch junger Frauen. Aufgrund ihrer Taten seien Mädchen landesweit gehandelt und getäuscht worden.

Dass homosexuelle Menschen im Iran verhaftet und im schlimmsten Fall sogar hingerichtet werden, ist nicht neu. In der Vergangenheit gab es immer wieder Zeiten, in denen besonders viele Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung umgebracht wurden.

Sven Lehmann ist nicht der einzige, der sich für die Rechte (und letztendlich auch für das Leben) von Zahra Sedighi Hamedani und Ilham Choodbar einsetzt. Mittlerweile haben sich bereits viele Politiker aus aller Welt zu Wort gemeldet, die fordern, die Anklage fallen zu lassen. Ob dies jedoch Auswirkungen auf die Entscheidung der Verantwortlichen haben wird, bleibt abzuwarten.

Sven Lehmann unterstützt Aktivistinnen

In zahlreichen Ländern der Welt ist Homosexualität illegal – mit dramatischen Folgen

Die Tatsache, dass Homosexualität immer noch in zahlreichen Ländern illegal ist, beeinflusst das Leben von Millionen von Menschen. Aufgrund des „kriminellen Faktors“, der mit Homosexualität verbunden ist, trauen sich viele Betroffene nicht, zu sich selbst und seiner eigenen sexuellen Orientierung zu stehen. Und auch, wenn sie nicht „erwischt“ werden, sind sie einem enormen psychischen Druck ausgesetzt.

Immer im Hinterkopf: Der Gedanke, „nicht richtig“ zu sein. Und genau das führt letztendlich auch zu einer Stigmatisierung durch die Gesellschaft. Das Denken der Menschen und die aktuelle Gesetzgebung im Land bedingen – bis zu einem gewissen Grad – einander. Und genau das macht die Situation für viele Queers in den betreffenden Ländern so gefährlich.

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