Nun ist es offiziell: Köln ist – laut Studie – die „sexpositivste“ Stadt Deutschlands

Köln ist die „sexpositivste“ Stadt

In einer Studie, die vom Online Magazin „Lust“ veröffentlicht wurde, gibt es auf die Frage „Welche ist die sexpositivste Stadt Deutschlands?“ nun eine Antwort: Köln!

„Sexpositiv“ bedeutet in diesem Fall so viel wie „sexuell offen“. Insgesamt umfasst die Liste 50 Städte. Einige dürfte die Erstplatzierung nicht verwundern. Köln ist eben nicht nur bekannt für seine bunten und großen CSDs, sondern auch für seine einzigartige Queer Szene.

Die Liste hält jedoch auch durchaus einige Überraschungen bereit. So schafft es beispielsweise die deutsche Hauptstadt Berlin nicht so weit nach oben, wie es sicherlich viele vermutet hätten.

Welche ist die sexpositivste Stadt Deutschlands? Ein Blick auf die Platzierungen

Während es Köln auf Platz 1 geschafft hat, belegen Mannheit und Freiburg Platz 2 und 3. Danach folgen Osnabrück und Magdeburg.

Mit etwas Abstand landet Berlin auf dem achten Platz. Doch auch einige andere große Städte haben hier definitiv noch Luft nach oben. So schaffte es die Hansestadt Hamburg zum Beispiel nur auf Rang 22. Für Düsseldorf und seine „längste Theke der Welt“, an der an jedem Wochenende auch viele Queers feiern, reichte es nur für Platz 26.

Welche Details bestimmten, wer welchen Rang belegt?

Selbstverständlich kommen die Ergebnisse, die im Zuge der Studie veröffentlicht wurden, nicht von ungefähr. Als Anhaltspunkt halten die Parameter, die – abhängig von der Anzahl der Einwohner – zu einem sexpositiven Leben in den jeweiligen Städten beitragen. Unter anderem spielten beispielsweise die Anzahl von Sexshops in der Stadt, Swingerclubs und queere Locations und Beratungsstellen eine wichtige Rolle.

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Über allem schwebte zusätzlich die Frage, wie stark die queere Community in die Gemeinschaft vor Ort integriert wurde. Oder anders: Je mehr Queers und der Rest der Gesellschaft gleichberechtigt sind, desto besser standen die Chancen, als „sexpositiv“ wahrgenommen zu werden und einen Platz weiter oben zu ergattern.

Vor allem das Verhältnis zwischen queeren Angeboten vor Ort und Einwohnern gab hier letztendlich oft den Ausschlag dafür, welcher Rang belegt wurde.

Die Liste über die sexpositivsten Städte Deutschlands hält einige Überraschungen parat

Wie bereits erwähnt, hätten sicherlich viele Menschen Berlin weiter vorn gesehen. Hierbei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass die Stadt einfach unglaublich groß ist und dementsprechend viele Menschen hier leben.

Vor allem die etwas kleineren Städte schafften – vielleicht auch gerade aufgrund der geringeren Einwohnerzahl – oft kleine „Überraschungssiege“. Klassische Beispiele hierfür sind unter anderem Mannheim und Osnabrück. Der letzte Platz der Liste wird von Mülheim an der Ruhr belegt. Aber: Immerhin hat es die Stadt in die Top 50 geschafft!

Eines zeigte die Umfrage in jedem Fall: Im Laufe der Zeit hat sich mit Hinblick auf die Sexpositivität in Deutschland einiges geändert. Swingerclubs und auch einschlägige Gay Locations, wie zum Beispiel Saunen und Clubs gehören für viele in der heutigen Zeit zum „ganz normalen Stadtbild“. Wer heute auf dem Land (oder zumindest vergleichsweise ländlich) lebt, muss nicht mehr zwangsläufig eine Großstadt aufsuchen, um sich mit Gleichgesinnten zu treffen.

Selbstverständlich wurde jedoch unter anderem auch das Beratungsangebot über das Internet ausgebaut. Wer sich als Queer heutzutage auf der Suche nach Unterstützung befindet, ist in Deutschland – unter anderem auch im internationalen Vergleich – gut aufgehoben. Und trotzdem: Besser (und in diesem Fall toleranter) geht immer. Die Städte, die es auf die Liste der sexpositivsten Städte geschafft haben, dürfte es freuen, dass sie hiermit eine Art Vorreiterrolle einnehmen.

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