Fran Drescher (Die Nanny) feierte bereits ihren 64. Geburtstag

Sie ist selbst hetero, gilt aber für viele Queers als absolutes Vorbild und nicht zuletzt als Stil-Ikone: Fran Drescher. In den 1990er Jahren startete sie als Kindermädchen Fran Fine in „Die Nanny“ durch und schaffte es binnen kurzer Zeit, die Herzen der Fans zu erobern.

Nun ist Fran am 30.09. 64 Jahre alt geworden. Privat geht sie mit Zahlen wie diesen weitaus entspannter um, als ihr Seriencharakter, der doch immer wieder – angesprochen auf sein Alter – betonte, „29“ zu sein.

Fran Drescher feierte ihren 64. Geburtstag

Weshalb ist Fran Drescher bei Queers so beliebt?

Fran spricht immer wieder vergleichsweise offen über ihr Privatleben. So ist es unter anderem mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass sie viele schwule Freunde und Bekannte hat. Interessanterweise ist auch ihr Ex-Mann Peter Marc Jacobsen, mit dem sie gemeinsam „Die Nanny“ produziert hat, schwul.

Die beiden posten regelmäßig Bilder auf Instagram und lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass der Wechsel von der Partnerschaft zur tief empfundenen Freundschaft funktioniert hat.

Doch nicht nur die Nähe zur Community ist es, die Fran zu einer echten Queer-Stilikone werden lässt. Auch ihre Looks tragen ihren Teil dazu bei, dass viele Gays auf der ganzen Welt sich mit der (nun) Mitt-Sechzigerin identifizieren können.

Interessanterweise waren Themen rund um Homosexualität auch schon bei „Die Nanny“ hin und wieder Thema. Im Gegensatz zu anderen Serien dieser Zeit ging es hier jedoch nicht darum, sich über eine Personengruppe lustig zu machen. Stattdessen war Fran hin und wieder einfach traurig, wenn ein Mann, den sie anziehend fand, schwul sein könnte.

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Schrille Looks, eine teilweise noch schrillere Stimme und die Tatsache, dass Fran Drescher und Fran Fine dann doch viel gemeinsam zu haben scheinen, sorgte dafür, dass hier eine Frau mit tolerantem Vorbildcharakter über die TV Bildschirme flimmerte… Und dies bis heute tut.

Fran Drescher feierte ihren 64. Geburtstag

Was macht Fran Drescher aktuell?

Die letzte Folge „Die Nanny“ wurde zum Ende der 1990er Jahre gedreht. Dementsprechend ist die Frage: „Was hat Fran Drescher eigentlich in den letzten zwanzig Jahren gemacht?“, durchaus berechtigt.

Fans in den USA konnten sie (und übrigens auch in einer Gastrolle „Mr. Sheffield“, Charles Shaughnessy) in der beliebten Serie „Livinwith Fran“ bewundern. Noch dazu hostete sie eine eigene Talkshow, in die sie unter anderem mehrere ihrer ehemaligen Kollegen, unter anderem auch Lauren Lane aka C. C. Babcock, einlud.

Den aktuell neuesten Coup landete sie jedoch in einem vollkommen anderen Bereich. Denn: sie wurde zur Gewerkschaftsführerin der SAG-AFTRA gewählt. Hierbei handelt es sich um eine Organisation, in der Schauspieler und Schauspielerinnen vertreten sind… Und die nun wiederrum von der Ex-Nanny vertreten werden. Das Endergebnis war denkbar knapp. Drescher gewann mit einem Vorsprung von etwa 1.500 Stimmen gegen Matthew Modine.

Queers in TV Serien – wie sich der Blick auf die Gesellschaft verändern kann

Wer sich ein wenig Zeit nimmt, um sich mit den verschiedenen Darstellungen von Queers in TV Serien, von 1970 bis heute, zu befassen, erkennt schnell, dass sich hier vieles getan hat. Eines der wohl frühesten Beispiele ist in diesem Zusammenhang „Herzbube mit zwei Damen“. Zwei Frauen wohnen mit einem Mann zusammen, der seinem Vermieter vorgaukelt, schwul zu sein, damit er für die – damals eigentlich noch undenkbare Zusammenstellung – keinen Ärger bekommt und nicht ausziehen muss. Damals gab man sich noch keine Mühe, mit Vorurteilen gegenüber schwulen Männern hinter dem Berg zu halten. Und auch der Vermieter hat sichtlich Angst vor etwaigen homosexuellen Annäherungsversuchen.

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In „Die Nanny“ wurden solche Themen, wie oben bereits erwähnt, weitaus toleranter behandelt. Auch wenn die Serie zu einem Zeitpunkt gedreht wurde, als Frans Ex-Mann sich noch nicht geoutet hatte.

Heute zeigen Serien wie Sex Education, wie leicht es möglich ist, stil- UND humorvoll mit dem Thema umzugehen und dass es vollkommen in Ordnung ist, Diversity auch im TV und im Kino zu leben. Die Entwicklung geht dementsprechend offenbar in die richtige Richtung – zumindest im künstlerisch-kulturellen Bereich.

Happy Birthday, Fran Drescher und danke für viele lustige Stunden, Aufklärung, Toleranz und Vielseitigkeit!

 

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