Vor allem, aber nicht nur in Brasilien galt sie als Ikone und als eine wichtige Bezugsperson für die LGBTQI+ Community.

Elza Soares starb im Alter von 91 Jahren. Sie konnte nicht nur singen und tanzen, sondern sah es offenbar auch als ihre Aufgabe an, ihre Bekanntheit für „die gute Sache“ zu nutzen. Laut Management ist die Künstlerin eines natürlichen Todes gestorben.

Elza Soares ist verstorben

Nicht „nur“ Sängerin: die Aktivistin Elza Soares

Elza Soares setzte sich zu Lebzeiten nicht nur für die Community, sondern für alle Menschen, denen Unrecht wiederfuhr ein. Sie betonte, dass sie es als ihre Verantwortung ansehe, sich zu engagieren und sich einzusetzen. Angesprochen auf die queere Community erklärte sie in diesem Zusammenhang, sie würde von diesen Menschen viel Zuneigung erfahren.

Aktuell trauert das Netz um eine der bekanntesten und beliebtesten Sängerinnen Brasiliens. Unter anderem haben sich auch schon etliche Prominente zu Wort gemeldet, die nicht glauben können, dass eine der ganz Großen gegangen ist. Doch wer war Elza Soares eigentlich?

Ein Blick auf eine LGBTQI+ Ikone: Wer war Soares?

Dass Elza Soares einmal Berühmtheit erlangen würde, hätte sicherlich niemand gedacht. Sie wurde im Jahre 1930 in ärmlichen Verhältnissen geboren und musste schon im Alter von 12 Jahren heiraten. Ein Jahr später bekam sie ein Kind. Etwa neun Jahre später starb ihr Mann. Zum Ende der 1950er Jahre schaffte sie es, ihre Karriere zu starten. Kurz später wurde sie zu einem der Gesichter des Samba. Ihr wurde sogar der Titel „Königin Samba“ verliehen.

Im Laufe der Zeit scheint Soares erkannt zu haben, dass sie ihre Bekannt- und Beliebtheit auch für aktivistische Zwecke und für das, was ihr wichtig ist, nutzen kann. Sie setzte sich bei ihren Konzerten unter anderem für Frauen, Schwarze und Minderheiten ein und verband immer wieder Musik und wichtige Botschaften miteinander.

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Vielleicht war es auch ihre Lebensfreude, die sie bis ins hohe Alter jung hielt.

Eine Frau, die ihrer Zeit voraus war

Wer sich ein wenig eingehender mit der Lebensgeschichte von Elza Soares befasst, bemerkt schnell, dass sie es nicht wirklich einfach hatte. Dennoch wurde sie nicht müde, sich für andere Menschen einzusetzen. Hierbei lag ihr unter anderem die Community sehr am Herzen. Vor allem unter Berücksichtigung der Zeit, in der sie von ihrem positiven Verhältnis zu Schwulen sprach, zeigt sich einmal mehr, dass sie offenbar modern und toleranter als viele ihrer Zeitgenossen dachte.

Dies zeigte sich letztendlich auch in musikalischer Hinsicht. Denn: Es wäre sicherlich falsch, Soares ausschließlich auf Samba bzw. „Königin Samba“ zu beschränken. Die Künstlerin veröffentlichte insgesamt mehr als 30 Alben, auf denen unter anderem auch Hip Hop, Jazz und Funk zu hören ist. Die Freude an der Musik ließ sie sich bis zuletzt nicht nehmen. Sie sang auch noch im hohen Alter bei verschiedenen Veranstaltungen und begeisterte die Anwesenden mit ihrer unglaublichen Präsenz.

Wahrscheinlich trifft es das Statement des Managements auf Instagram besonders gut: Elza Soares Lebenswerk ist so beeindruckend, dass sie ganz sicher immer „ein Teil der Musikgeschichte“ sein wird. Genau DAS würde ihr sicherlich auch gefallen… Und ihren Fans rund um den Globus auch.

 

Hast du schon vom hashtag #OutInChurch gehört?

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