Amerikanischer Pastor fordert Mord an Homosexuellen

Die Kirche und die LGBTQIA+ Community scheinen sich aktuell – zumindest hierzulande – ein wenig anzunähern. Immerhin gibt es beispielsweise viele Geistliche, die die Segnungsgottesdienste, die im Frühjahr stattfanden, unterstützen.

Die queeren Gläubigen in den USA haben es aktuell noch ein wenig schwerer. Vor allem deswegen, weil es dort mittlerweile viele Pfarrer gibt, die eine besonders radikale Meinung kundtun.

Vor kurzer Zeit machte der texanische Pastor Dillon Awes von sich reden, weil er in seinem Gottesdienst von der Ermordung homosexueller Menschen predigte. Hierbei berief er sich auf die Bibel. Er sei sich sicher, dass Gott keine homosexuellen Menschen dulde.

Dillon Awes fordert Todesstrafe

Die schockierenden Aussagen des Pastors

In Bezug auf die Aussagen des Pastors wäre es sicherlich untertrieben, hier „nur“ von Homophobie zu sprechen. Denn: Im Prinzip fordert er die Ermordung von queeren Menschen.

Seine Worte: „Was sagt Gott als Antwort, als Lösung für die Homosexuellen im Jahr 2022, hier im Neuen Testament, hier im Buch der Römer? Dass sie des Todes würdig sind!“ Weiter fordert er: „Diese Menschen sollten hingerichtet werden!“ Jeder Homosexuelle solle wegen des Verbrechens, das er begeht, er meint die Homosexualität, angeklagt werden. Weiter fordert er, ihnen solle ein „rechtmäßiger Prozess“ gemacht werden, in dem sie dann verurteilt würden. Und zwar zum Tode.

Bei solchen erschreckenden Beispielen bleibt es jedoch leider nicht. Der Pastor hat zudem schon einen genauen Plan erstellt, wie die homosexuellen Menschen am besten zu ermorden seien. Sein Vorschlag: Er wurde sie alle an eine Wand stellen, um ihnen dann in den Hinterkopf zu schießen. Gott und die Bibel würden dies so verlangen. Und wer sich nicht damit anfreunden könne, stelle sich dementsprechend auch gegen Gott und die Heilige Schrift.

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Die Äußerungen des Priesters dürften auch vielen Menschen in Texas Angst machen. Immerhin sind die Waffengesetze hier durchaus lockerer als anderswo. Und woher wollen die Queers dort wissen, dass ihr Nachbar nicht homophob ist, der Predigt gelauscht hat und nun „Gottes Willen“ erfüllen möchte?

Dillon Awes fordert Todesstrafe

Awes ist nicht der einzige homophobe Pastor in Texas

Awes ist nicht der einzige Pastor, der homophobe Ansichten predigt und dabei einen Verweis auf die äußersten Mittel nicht scheut. Es gibt noch weitere Geistliche im US-Bundesstaat, die absolut kein Problem damit haben, zu mehr Ausgrenzung und Hass gegen Schwule bzw. Queers aufzurufen. Viele von ihnen haben eines gemeinsam: Sie stellen Homosexualität in eine Reihe mit Verbrechen. Dementsprechend erklärt es sich für sie von selbst, weshalb beispielsweise alle schwulen Männer Sünder sind.

Wie ist die aktuelle Situation in Deutschland?

Fest steht: Aktivisten und Aktivistinnen werden in den USA noch eine Menge Arbeit vor sich haben, bis sich Queers – auch in Texas – möglichst sicher fühlen können. In Deutschland gestaltet sich die Situation ein wenig anders. Hier gibt es auch Homophobie – sowohl in der Kirche als auch im „normalen Alltag“. Und auch wenn viele Pfarrer hier mittlerweile für eine gesteigerte Integration von Queers eintreten, gibt es natürlich auch in Deutschland Geistliche, die Homosexualität aufs Schärfste verurteilen. Von Mordaufrufen, die von Geistlichen getätigt werden, war hier in der jüngsten Vergangenheit jedoch nicht die Rede. Hier ist es dementsprechend vor allem der psychische Druck, der auf Menschen lastet, die gern Mitglied der Kirche sein möchten, die aber aufgrund ihrer sexuellen Orientierung von einigen Würdenträgern ausgegrenzt werden.

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Bleibt zu hoffen, dass – sowohl hier als auch in den USA – möglichst viele Menschen erkennen, dass Gott „alle seine Kinder“ liebt.

 

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