Die Politik fordert nun endlich auch mehr Schutz für queere Menschen im Netz

Dass es im Internet nicht immer nett zugeht, mussten viele Menschen schon erfahren. Unter anderem sind auch viele Queers in den Sozialen Netzwerken sogenanntem Hate Speech ausgesetzt. Ein Blick auf die Statistiken zeigt, dass sich dies auch in letzter Zeit nicht verändert hat. Im Gegenteil. Die Zahlen steigen und viele Hate Speech Aktionen werden nicht gemeldet.

Mobbing im Internet ist auch ein politisches Thema. Nun sollen – wenn es nach der Meinung einiger Politiker geht – die Opfer besser geschützt werden. Aber wie?

Eines der Hauptprobleme ist, dass viele Menschen (leider) immer noch der Meinung sind, dass es sich beim Internet um eine Art „rechtsfreien Raum“ handelt, in dem jeder sagen bzw. schreiben darf, was er möchte. Dem Täter fällt es oft sogar leichter, zur Tastatur zu greifen, als jemandem die betreffenden Worte ins Gesicht zu sagen.

Die Politik fordert mehr Schutz

Die Bundesregierung mischt sich ein

Hass im Netz, unter anderem auch gegen Queers, ist schon lange ein Thema. Hate Speech wird dementsprechend (und sofern dies möglich ist) genau beobachtet. Nun hat sich die Bundesregierung zu diesem Thema zu Wort gemeldet. Sie warnt, dass verschiedene Gruppierungen versuchen wurden, junge Menschen in Deutschland mit ihrer Meinung zu beeinflussen.

Das Ziel: Hass schüren. Sowohl gegenüber der Regierung als auch anderen, wie zum Beispiel Queers, gegenüber. Oft handelt es sich bei denjenigen, die versuchen, andere gegen Minderheiten aufzuwühlen, um Islamisten. Ob diese sich immer auch als solche zu erkennen geben, ist fraglich.

Hass und das Anstiften zu Hate Speech treffen offenbar immer dann auf besonders fruchtbaren Boden, wenn im Vorfeld ein politisches oder gesellschaftliches Ereignis dafür sorgte, dass die Stimmung ohnehin aufgeheizt ist. So werden verschiedene Vorkommnisse dazu genutzt, eine „Wir gegen die!“ Atmosphäre zu kreieren.

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Queers sollen mehr geschützt werden

Queers und andere Minderheiten, die im Internet besonders oft zu Opfern von Hate Speech werden, sollen in Zukunft mehr geschützt werden. Unter anderem deswegen, weil sich immer wieder Zeit, dass es nicht „nur“ bei Gewaltandrohungen über das Netz bleiben muss. (… und auch diese sind selbstverständlich schon schlimm genug.)

Mittlerweile hat sich hierzu unter anderem auch schon die Bundesfamilienministerin Lisa Paus zu Wort gemeldet. Sie betonte, dass Extremisten immer wieder versuchen würden, ihre Propaganda Inhalte möglichst ansprechend zu verpacken, um so möglichst viele Jugendliche zu erreichen. Und auch, wenn die Botschaften, die die Absender in die Welt tragen, manchmal sogar „harmlos“ klingen würden, so spiegelten diese letztendlich eine „menschenfeindliche Weltsicht“ wider. Das Problem: Vielen Menschen fällt es schwer, die Tragweite besagter Botschaften einzuschätzen. Daher bräuchte es vor allem Informations- und Medienkompetenz, um dafür zu sorgen, dass im Internet weniger Hass und Hetze verbreitet werden.

Das Bundesfamilienministerium hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, nicht nur das Projekt „Hass im Netz“, sondern auch noch weitere Projekte und Initiativen zu unterstützen, die der Entwicklung entgegentreten sollen.

Gleichzeitig ist es natürlich auch wichtig, dass Kanalbetreiber, die Hass Postings entdecken, diese schnell löschen und bei Bedarf die entsprechenden Nutzer sperren.

Wie kann man auf Hass Postings reagieren?

Wer mit einem Hass Posting konfrontiert wird, sollte dieses im ersten Schritt melden. So wird nicht nur der jeweilige Kanalbetreiber, sondern auch der Betreiber der Plattform auf den „Zwischenfall“ aufmerksam.

Gleichzeitig besteht natürlich auch immer die Möglichkeit, einen Hasspost bei der Polizei anzuzeigen. Denn: Auch im Internet kann man für seine Taten zur Rechenschaft gezogen werden. Die Polizei ermutigt in diesem Zusammenhang immer wieder, sich als Opfer von Hass Postings nicht zu verstecken und stattdessen mit einer Anzeige dafür zu sorgen, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden können.

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HAst du eigentlich schon gewusst dass, es immer einfacher wird nach Gays online zu suchen?.

One response to “Die Politik fordert mehr Schutz”

  1. Ich finde das ist ein absolut wichtiges Thema um das sich gekümmert werden muss.

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