3sat zeigt Dokus rund um queeres Leben

Wer ein wenig mehr „queeres TV-Programm“ genießen möchte, muss nicht nur zwangsläufig Prince Charming einschalten. Auch 3sat widmet dem Thema einen Abend. Am 09. Juni 2021 ist es soweit. Um 20:15 Uhr startet die Doku “Mein Körper, meine Liebe – Lesben, Schwule, Transgender” bevor im Anschluss “Hass gegen LGBTQ – Von Diskriminierung und Widerstand” gezeigt wird.

Fest steht schon jetzt, dass sich das Einschalten sowohl für Queers als auch für „Cis-People“ lohnen dürfte. Die entsprechenden Inhalte sind sowohl informierend als auch emotional und daher unter anderem gut dazu geeignet, gegebenenfalls einen spannenden Blick über den Tellerrand zu ermöglichen.

Doch was verbirgt sich eigentlich hinter den beiden Formaten?

Der 3sat LGBTQ Doku-Abend

“Mein Körper, meine Liebe – Lesben, Schwule, Transgender”

Die Doku “Mein Körper, meine Liebe – Lesben, Schwule, Transgender” befasst sich mit der Frage, wie offen Queers ihre Identität in der heutigen Zeit ausleben können. Im Fokus stehen unter anderem ein schwuler Fußballclub und ein lesbisches Paar aus der Schweiz. Sie und weitere Protagonisten plaudern „aus dem Nähkästchen“ über Negatives, jedoch auch über die positiven Entwicklungen in Bezug auf LGBTQ.

Gleichzeitig zeigt die Doku auch, zum Beispiel anhand des schwulen Polizisten Dominique Schibler, auf, wie sich Queers im Alltag für mehr Gleichberechtigung starkmachen. Schibler engagiert sich bei den GayCopsAustria und möchte so Vorurteile abbauen.

“Hass gegen LGBTQ – Von Diskriminierung und Widerstand”

In “Hass gegen LGBTQ – Von Diskriminierung und Widerstand” zeigt sich einmal mehr, dass es – trotz der zahlreichen Fortschritte in Bezug auf Toleranz und Co. – noch ein langer Weg bis zur kompletten Gleichberechtigung ist. Diese Doku dürfte dementsprechend aufrüttelnd wirken. Es geht um Gewalt und Bedrohungen, denen viele Queers im Alltag ausgesetzt sind.

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Besonders bewegend ist in diesem Zusammenhang die Geschichte des 21-jährigen Lenny. Lenny ist nicht-binär und wurde von Homophoben so zusammengeschlagen, dass er taub wurde – und es bis heute geblieben ist. Seitdem befindet sich das Opfer der Attacke in psychiatrischer Behandlung.

Der Hass gegen Queers ist jedoch kein „Phänomen“ der heutigen Zeit. Genau das weiß auch Liva Tresch. Sie ist fast 90 Jahre alt und lesbisch. Sie outete sich in einer Zeit, in der das Queer-Sein noch kritischer als heutzutage angesehen wurde.

Auch ihre Geschichte wühlt auf… Zeigt aber auch, dass es Menschen gibt, die es trotz aller Hindernisse schaffen, zu sich zu stehen.

Wer sollte sich die beiden Dokumentationen anschauen?

Vor allem “Hass gegen LGBTQ – Von Diskriminierung und Widerstand” ist sicherlich nichts für schwache Nerven. Immerhin zeigt die Doku auf, dass Hass und Intoleranz bis heute eine Rolle im Leben der Menschen spielen.

Und dennoch ist es umso wichtiger, auch diejenigen, die gegebenenfalls denken, entsprechende Vorwürfe seien „übertrieben“ zu erreichen und aufzuzeigen, wie sehr die Opfer von Mobbing und Gewalt im Alltag leiden.

Gleichzeitig bieten beide Dokus einen spannenden Einblick in das Leben queerer Menschen und können sicherlich auch dabei helfen, Vorurteile abzubauen. Dementsprechend lohnt es sich vor allem für diejenigen, die Interesse an einem Blick über den Tellerrand haben, hereinzuschauen. Vielen Queers dürften die Dokus auch zeigen, dass sie nicht allein sind. Und wer weiß? Vielleicht ermutigt die ein oder andere Szene ja auch zum eigenen Coming Out?

Während sich klassische Dating-Shows (verständlicherweise) eher mit einem unterhaltenden und oberflächlichen Themenbereich befassen, tauchen sowohl “Hass gegen LGBTQ – Von Diskriminierung und Widerstand” als auch “Mein Körper, meine Liebe – Lesben, Schwule, Transgender” mehr in die Materie ein und bieten auch verschiedene Lösungsansätze. Inwieweit diese dann im eigenen Alltag umgesetzt werden, ist von der persönlichen Einstellung zum Thema abhängig.

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