Im Rahmen einer Studie, die durch die Universität in Frankfurt durchgeführt wurde, leiden viele Queers unter psychischen Belastungen. Der Grund, der dafür sorgt, dass es vielen so schwerfällt, ihr Leben zu genießen, ist die Ausgrenzung, die sie seitens der Gesellschaft erschreckenderweise oft erfahren. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, wurden knapp 9.000 Datensätze ausgewertet.

Viele Queers leiden unter psychischen Belastungen

Jeder definiert seine Queerness anders

… und bemerkt allein hieran im Alltag immer wieder, dass er/ sie offenbar teilweise nicht „ins Raster“ passt. Immerhin gibt es beispielsweise mehr als „nur“ homo- oder bisexuell. Mehr als vier Prozent der Menschen, die an der Studie teilnahmen, entschieden sich dafür, sich mit Begriffen zu bezeichnen, die eher selten im Alltag verwendet werden, mit denen sie sich aber viel besser identifizieren können.
Hierbei handelte es sich jedoch nur um einen kleinen Bereich einer größeren Studie, mit deren Hilfe vor allem herausgefunden werden soll, wie sehr Minderheiten darunter leiden, eben nicht zur Norm zu gehören.
Gleichzeitig basiert die Studie auf Berichten aus der Vergangenheit, in deren Zusammenhang ebenfalls bewiesen werden konnte, dass Menschen, die zur LGBTQI+ Community gehören, öfter an Krankheiten leiden als cis-people.
Ein Begriff, der mit Hinblick auf die Studienergebnisse immer wieder fällt, ist „Minderheitenstress“. Dieser werde durch Homophobie in den unterschiedlichsten Bereichen noch weiter befeuert. Und genau hieraus ergebe sich unter anderem ein höheres Risiko, beispielsweise irgendwann an einer psychischen Erkrankung zu leiden oder sogar Selbstmord zu begehen.

Die Kehrseite der Medaille

Eine gute Nachricht gibt es dennoch. Denn: Im Rahmen der Studie zeigte sich auch, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Queer Community möglicherweise stärker ist, als es hin und wieder den Anschein hat. So konnte unter anderem gezeigt werden, dass es vor allem der Kontakt untereinander ist, der vielen Queers Mut macht. Wer es schafft, sich gegenseitig zu unterstützen, kann den Sorgen, die mit Homophobie und Co. verbunden sind, oft gestärkter entgegentreten.
Mit diesem Wissen im Hinterkopf könnte es vielen Menschen vielleicht etwas leichter fallen, zu sich selbst und der eigenen sexuellen Orientierung zu stehen.

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Ein Blick auf die weiteren Details der Studie

Die Studie der Frankfurter Universität befasste sich nicht nur mit dem Risiko, als queerer Mensch möglicherweise psychische und physische Krankheiten zu entwickeln, sondern auch mit zahlreichen weiteren, interessanten „Randdaten“, die zeigen, wie sich die Community im Laufe der Zeit verändert hat.
Unter anderem zeigte sich, dass sich Queers unter 20 Jahren früher outen als die Ältere. In dieser Altersgruppe entscheidet man sich heutzutage hauptsächlich zwischen elf und 16 Jahren dazu, das Schweigen über die eigene sexuelle Orientierung zu brechen. Genau hier finden dann wiederrum jedoch auch viele homophobe Anfeindungen, zum Beispiel in Schulen und an Universitäten, statt. Umso wichtiger ist es laut vielen Experten, exakt hier anzusetzen und in den entsprechenden Bildungsbereichen aufzuklären und Mobbing, Diskriminierung und Co. entgegenzuwirken.

Fazit

Auch wenn in diesem Bereich noch viele Forschungen anstehen und es viele Fragen gibt, die (noch?) nicht beantwortet werden können, zeigte die Untersuchung einmal mehr, dass der Stress den Minderheiten aus dem Bereich LGBTQI+ empfinden, oft zu einer hohen Belastung führt. Genau das spiegelt sich dann zu einer – im direkten Vergleich zu cis-Menschen – erhöhten Wahrscheinlichkeit in physischen und psychischen Leiden wieder.
Da mit der Umfrage vor etwa drei Jahren begonnen wurde, wäre es natürlich zudem interessant, eine entsprechende Untersuchung in Zukunft noch einmal durchzuführen und zu sehen, ob sich die Gegebenheiten in den kommenden Jahren verändern werden und ob sich die Situation für Queers – dank verstärkter Aufklärungsarbeit in den Bildungseinrichtungen – möglicherweise verbessert.

 

Wie läuft das nun eigentlich mit den Porno Portalen und  dem Jugendschutz.

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