Olympia 2021 – diese Sportler und Sportlerinnen sind queer

Über einen langen Zeitraum hinweg hatten Sportler und Sportlerinnen Angst, ein Outing könnte ihre Karriere beeinflussen. Die diesjährigen olympischen Spiele zeigen jedoch, dass die Betroffenen mittlerweile deutlich selbstbewusster mit dem Thema umgehen.

Viele Sportler und Sportlerinnen, die 2021 an den Start gehen, stehen offen zu ihrer Queerness. Die folgende Auflistung gibt einen kleinen Einblick in die bekanntesten LGBTQs der olympischen Sportszene. Die Übersicht ist jedoch nicht vollständig. Laut einem Bericht des Magazins „Outsports“ kämpfen in diesem Jahr mehr als 150 Queers um Medaillen.

Olympia 2021 - Diese Kandidaten sind Queer

Welche Olympioniken/ Olympionikinnen sind queer?

Queere Sportler und Sportlerinnen finden sich heute in zahlreichen olympischen Disziplinen. Egal, ob im Basketball, im Hockey, im Fußball, in der Leichtathletik, beim Reiten oder beim Schwimmen: die Liste ist lang.

Dass sich Coming Outs im Sport auch wunderbar mit Erfolg kombinieren lassen, konnte in der Vergangenheit unter anderem Brittney Griner beweisen. Sie zählt zu den besten Spielerinnen der WNBA und konnte ihre Qualitäten schon bei Olympia im Jahre 2017 unter Beweis stellen. Damals gewann sie Gold. Dass sie queer ist, machte sie nie zum Geheimnis. Im Gegenteil! Sie nutzte ihre Popularität in der Vergangenheit, um unter anderem ein Vorbild für junge Menschen zu sein, die sich in einer ähnlichen Situation befinden und nicht wissen, wie sie mit ihrer sexuellen Orientierung umgehen sollen.

Welche Olympioniken/ Olympionikinnen sind queer?

Laurel Hubbard – eine vieldiskutierte Olympia Teilnahme

Die Olympia Teilnahme der Olympionikin Laurel Hubbard schlug bereits im Vorfeld hohe Wellen. Die Neuseeländerin ist die erste transsexuelle Teilnehmerin in der Geschichte von Olympia. Sie tritt für ihr Land im Gewichtheben an. Und genau hieran störten sich einige Kritiker im Vorfeld.

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Könnte Sie aufgrund ihrer Transsexualität möglicherweise Vorteile haben? Immerhin hat sie doch mehr Kraft als „Cis-Frauen“, oder nicht?

Die Diskussion konnte lediglich beendet werden, weil Hubbert sich einem Test unterzog, in dessen Zusammenhang ihre Testosteronwerte gemessen wurden. Kritik an diesem Vorgehen zeigte sich unter anderem in den Sozialen Netzwerken. Während manche die Forderungen nach einer Kontrolle der gleichen Grundvoraussetzungen verstehen konnten, empfanden andere das Vorgehen als Diskriminierung.

Laurel Hubbard – eine vieldiskutierte Olympia Teilnahme

Keine Seltenheit: Queers als Favoriten bei Olympia

Tom Daley tritt im Wasserspringen für Großbritannien an. Er hat sich schon vor einigen Jahren dazu entschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen und sich zu outen. Seiner Karriere bei Olympia hat dieser Schritt schon damals nicht geschadet.

Heute gehört er, der mittlerweile sogar stolzer Vater ist, in seiner Sportart definitiv zum Favoritenkreis. Er ist jedoch nicht nur erfolgreicher Sportler und liebevoller Ehemann, sondern auch ein Mensch, der sich immer wieder für die Rechte queerer Menschen ausspricht. Unter anderem ist er auch in den Sozialen Netzwerken aktiv, postet Videos rund um Sport und Co. und bezieht auch immer wieder seine Familie in den Content mit ein. Die Botschaft, die in diesem Zusammenhang übermittelt werden soll, scheint klar: Ja, es ist möglich, Sportler, erfolgreich UND queer zu sein.

Keine Seltenheit: Queers als Favoriten bei Olympia

Wie viele Sportler und Sportlerinnen sind queer?

Auch wenn es immer mehr Sportler und Sportlerinnen gibt, die offen zu ihrer Queerness stehen, kann nicht abgestritten werden, dass sicherlich auch zahlreiche Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, mit ihrer sexuellen Orientierung hadern.

Sei es aus Scham oder sei es aus der Angst heraus, nicht mehr von Fans und Mitstreitern akzeptiert zu werden: die Liste an Gründen, die hier aufgeführt werden, ist lang. Umso mehr empfinden es die Betroffenen dann jedoch als eine Art „Befreiungsschlag“, wenn sie zum Beispiel mit einem „Ja, ich bin schwul!“ an die Öffentlichkeit getreten sind und bemerkt haben, dass sich mit Hinblick auf Karriere und Ansehen in den meisten Fällen nichts für sie ändert.

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Eine Antwort auf die Frage danach, wie viele Sportler bzw. Sportlerinnen tatsächlich queer sind, kann sicherlich nie gegeben werden. Fest steht jedoch: Jedes Outing kann als ein Statement angesehen werden… Sowohl für den/ die Betroffene/n selbst als auch für den Rest der Community.

 

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