Es ist geschafft! Deutschland hat einen offiziellen Vertreter beim ESC 2022. Sein Name: Malik Harris. Der 24-Jährige geht mit seinem Song Rockstars ins Rennen.

Im Allgemeinen stand der ESC Vorentscheid in diesem Jahr in gewisser Weise auch unter dem Motto „Ein bißchen Frieden“. Die Zuschauer im Studio trugen Masken in den Farben der Ukraine. Zudem wurden Fähnchen geschwungen, die auf einer Seite die Deutschlandflagge und auf der anderen die ukrainische Flagge zeigten. Besonders bewegend war der Moment, als Conchita Wurst, Gitte Haenning und Jane Comerfort Nicoles „Ein bißchen Frieden“ anstimmten und Jamala, die ESC Gewinnerin aus der Ukraine aus dem Jahr 2016 ihren Song „1944“ anstimmte.

Malik Harris tritt für Deutschland beim ESC an

Wer ist Malik Harris?

Malik Harris ging mit der Startnummer „1“ ins Rennen. Einige könnten hier an ein „schlechtes Omen“ gedacht haben. Immerhin bleiben doch die Ersten eher weniger in Erinnerung? In diesem Fall bewahrheitete sich genau das wohl nicht. Malik schaffte es, sowohl die Jury als auch das Publikum mit seinem Song zu überzeugen. In „Rockstars“ geht es darum, nicht immer nur an die „gute alte Zeit“ zu denken, sondern stattdessen zu realisieren, dass jede Zeit gut ist. Er spielt mehrere Instrumente und hat unter anderem auch einen Rap Part in seinen Song aufgenommen.

Der 24 jähirge kommt aus Landsberg am Lech und hat definitiv mehr als nur einen Hit zu bieten. Wer ihn ein wenig im Internet verfolgt, findet gleich mehrere, teilweise aufwendig produzierte Videos, die tatsächlich ein „Das könnte dieses Jahr etwas werden!“- Gefühl aufkommen lassen.
Doch ein Schritt nach dem anderen. Fest steht: Malik hat es geschafft, sich gegen fünf Mitbewerber durchzusetzen. Der Rest wird sich im Mai zeigen.

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Bisher konnte Deutschland beim ESC hin und wieder, aber nicht immer überzeugen. Während es Lena, Nicole, Stefan Raab, Guildo Horn, Max Mutzke und Michael Schulte entweder auf durchaus vertretbare Plätze oder sogar auf Platz 1 schafften, sah es in anderen Jahren etwas düsterer aus. Dementsprechend bleibt einfach abzuwarten, wie gut Malik die Massen mit seinem „Rockstars“ erreichen kann.

ESC Vorentscheid: Jamala mit rührender Botschaft

Der Auftritt der ukrainischen ESC Gewinnerin Jamala dürfte nicht nur bei einigen Menschen im Publikum, sondern auch bei vielen Zuschauern vor dem Fernseher für Tränen gesorgt haben. Ihr größter Wunsch sei es, so sagt sie, dass der Krieg aufhört. Die Künstlerin musste vor ein paar Tagen mit ihren Kindern aus dem Land fliehen. Ihr Mann ist immer noch da.
Sie betonte, für die Kinder und für die Frauen in ihrer Heimat zu singen. Sie wolle, dass alle Welt die Stimmen höre. Und sie werde laut sein, um allen zu zeigen, dass das, was in der Ukraine gerade passiert, so nicht sein dürfe.

Jamalas Song „1944“, mit dem sie den ESC damals gewonnen hat, ist in der heutigen Zeit tragischerweise aktueller denn je. Es geht um die Deportation von Menschen unter Stalin. Und auch Moderatorin Barbara Schöneberger sah man an, wie gerührt sie war. Ein wichtiger Moment bei einer Veranstaltung, die es vielleicht geschafft hat, ein ganz besonderes Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen. Oder, wie Bülent Ceylan betonte: Musik verbindet alle… Egal, welches Genre.

 

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