In Mecklenburg-Vorpommern soll homosexuellen NS-Opfern gedacht werden

Am 09. November wurde – wie in vielen anderen Teilen des Landes – auch in Mecklenburg-Vorpommern der Opfer der Nationalsozialisten und des Mauerfalls gedacht. Hier wurde jedoch die Errichtung einer besonderen Gedenkstätte angekündigt. Diese soll an die homosexuellen Opfer des NS-Regimes erinnern.

Eine Gedenkstätte für NS-Opfer

Der 09. November – ein geschichtsträchtiges Datum für Deutschland

Der 09. November ist in geschichtlicher Hinsicht für Deutschland ein Datum, das sowohl positiv als auch negativ belegt ist. Einerseits: der Mauerfall. Andererseits: die Reichspogromnacht. Zwei Ereignisse, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Jedes Jahr an diesem Tag kommen Politiker zusammen, um ein Statement zu setzen und immer wieder darauf hinzuweisen, dass sich die schlimmen Ereignisse während der NS Zeit, für die dieser Tag steht, nie wieder wiederholen dürfen. Gleichzeitig zeigt der 09. November auch, dass ein Land, das ursprünglich geteilt war, im Laufe der Zeit immer mehr zusammenrücken konnte.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Simone Oldenburg kündigen verschiedene LGBTQI+ Projekte an

Vor ein paar Tagen wurde nicht nur über Koalitionsverträge im Allgemeinen gesprochen. Die Community dürfte es unter anderem auch sehr gefreut haben, dass in besagtem Koalitionsvertrag auch festgelegt wurde, dass in Zukunft einige LGBTQI+ Projekte realisiert werden sollen. Unter anderem sollen hiervon auch Regenbogenfamilien profitieren. Sie sollen noch mehr unterstützt werden.

Oder anders ausgedrückt: auf Basis der entsprechenden Änderungen sollen Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern sowohl rechtlich als auch gesellschaftlich immer mehr gleichgestellt werden. Ein weiterer Fokus liegt in diesem Zusammenhang auf dem „Landesaktionsplan für die Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“. Keine Frage: es gibt viel zu tun. Die Tatsache, dass es die entsprechenden Eckpunkte jedoch in den oben erwähnten Koalitionsvertrag geschafft haben, zeigt jedoch, in welche Richtung die gemeinsamen Arbeiten in Zukunft gehen werden.

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Ein Denkmal für die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung im Mecklenburg-Vorpommern

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden etliche Menschen, unter anderem auch aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, verfolgt. Und auch, wenn es schlicht nicht möglich ist, diese grausamen Taten wieder gutzumachen, engagieren sich immer mehr Politiker und Parteien dafür, dass Denkmäler im öffentlichen Raum errichtet werden, um an die Opfer zu erinnern.

Eines der jüngsten Denkmäler dieser Art steht in Düsseldorf. In Zukunft könnte jedoch auch noch ein derart wichtiges Mahnmal dieser Art in Meck.-Pomm. Stehen. Dementsprechend möchten sich die Koalitionspartner dafür einsetzen, dass die Region einen Ort des Gedenkens bekommt.

Zum Andenken an die queeren Opfer von Gewalt…

Allein die Tatsache, dass sich auch in der heutigen, modernen Zeit viele Queers schlicht nicht sicher fühlen, zeigt, wie wichtig es ist, immer wieder daran zu erinnern, dass es sich bei Homophobie um kein „Gedankenkonstrukt“ oder ähnliches, sondern um eine reale Bedrohung für die Betroffenen handelt.

Erschreckenderweise zeigt der Umgang mit Mahnmalen jedoch aktuell immer wieder, wie viel Hass sich auch im 21. Jahrhundert noch gegen Queers richtet. Einige Denkmäler werden kurz nachdem sie aufgebaut wurden, schon wieder zerstört. Die Täter lassen sich oftmals nur schwer ermitteln.

Umso wichtiger ist es, nicht müde zu werden, immer wieder ein Zeichen zu setzen. Wann das Denkmal in Mecklenburg-Vorpommern errichtet und eingeweiht wird, bleibt abzuwarten. Der Fokus der Koalitionsparteien dürfte – gerade im Zusammenhang mit der Verwirklichung des Projekts – jedoch sehr klar sein.

 

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