Co-Mutterschaft in Österreich setzt sich durch!

Hierbei handelt es sich um eine echte Zäsur für lesbische Frauen in Österreich. Denn: Das österreichische Verfassungsgericht hat entschieden, dass von nun an Co-Mutterschaften anerkannt werden müssen.

Das bedeutet: Wenn eine Frau mit einer anderen Frau, die gerade ein Kind bekommen hat, zum Zeitpunkt der Geburt in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft oder in einer Ehe zusammen ist, muss sie als zweites Elternteil anerkannt werden.

Die Tatsache, dass das Kind mithilfe der modernen Medizin gezeugt wurde, darf hier in Zukunft in Österreich keine Rolle mehr spielen.

Co-Mutterschaft

Wie kam es zu dem neuen Gesetz rund um Co-Mutterschaften in Österreich?

Die queere Community in Österreich freut sich. Denn: Mit Hinblick auf Co-Mutterschaften wird hier in Zukunft alles anders. Laut einem Urteil des österreichischen Verfassungsgerichtshofs habe die alte Vorgehensweise gegen den Gleichheitsgrundsatz und gleichzeitig auch gegen das Recht auf Familienleben verstoßen.

Gleichzeitig wurde der vorherige Status Quo als „verfassungswidrig“ eingestuft. Bis alles neu gewertet wird und bis Co-Mütter und deren Familien in vollem Umfang profitieren können, dauert es jedoch noch ein wenig. Die Bestimmungen werden erst ab dem 31. Dezember kommenden Jahres aufgehoben.

Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Verantwortlichen dann Zeit, die neuen Bestimmungen auszuarbeiten.

Wie wurden Leihmütter in der Vergangenheit in Österreich diskriminiert?

Co-Mütter wurden in Österreich im Vergleich zu heterosexuellen Partnern mit Hinblick auf die Anerkennung der Elternschaft benachteiligt. Denn: Im Zusammenhang mit heterosexuellen Paaren war es für die Vaterschaft vollkommen unerheblich, wie sich das Paar fortgepflanzt hatte.

Oder anders: Es war bzw. ist egal, ob das Kind klassisch oder auf Basis einer künstlichen Befruchtung gezeugt wurde. Hieraus ergibt sich, dass gleichgeschlechtliche Frauen – zumindest bis jetzt – hier gegenüber heterosexuellen Paaren oft benachteiligt waren. Doch genau das soll nun der Vergangenheit angehören.

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Letztendlich ist es auch das Ziel, die betreffenden Familien besser zu schützen und ihnen den Alltag zu erleichtern. So sollen auch die Interessen des Kindes betont werden.

Welche Möglichkeiten ergeben sich für zwei Frauen, Eltern zu werden?

Hierbei handelt es sich sicherlich um eine berechtigte Frage. Denn: Wer sich noch nicht eingehender mit dem Thema auseinandergesetzt hat, dürfte hier so gut wie immer ausschließlich die bereits erwähnte „moderne Medizin“ und damit die künstliche Befruchtung anbringen.

Diejenigen, die diese Vorgehensweise jedoch auch zu „unpersönlich“ empfinden, haben beispielsweise die Möglichkeit, auf die Vorzüge einer Heiminsemination zu setzen… Und diese sogar ins Liebesspiel einzubeziehen.

Doch genau hierbei handelte es sich nun über einen sehr langen Zeitraum um ein Problem. Mit dem neuen Gesetz sind Frauen, die sich zum Beispiel für besagte Insemination entscheiden, nun Frauen, die auf eine künstliche Befruchtung gesetzt haben (und heterosexuellen Paaren) gleichgestellt.

Wie gestaltet sich die Situation rund um Co-Mutterschaften in Deutschland?

Nicht nur in Österreich wird rege darüber diskutiert, wie in Zukunft rein rechtlich gesehen mit dem Thema der Co-Mutterschaften umgegangen werden sollte.

Wirklich entschieden ist hier jedoch (leider) noch nichts. Zumindest scheinen sich große Teile der Koalition einig zu sein. Sie fordern, dass automatisch beide Frauen als rechtliche Mütter anerkannt werden, wenn nichts anderes vereinbart wurde.

Damit das Ganze jedoch auch schlussendlich in trockene Tücher gebracht werden kann, braucht es unter anderem die Zustimmung der Bundesregierung. Diese hat sich zwar nicht grundsätzlich negativ geäußert, jedoch auch noch nichts entschieden.

Die Forderung der Community ist jedoch klar … Und wurde in diesem Jahr auch wieder bei zahlreichen CSDs angebracht.

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