Segnungsgottesdienste werden wiederholt – viele in der Community freut’s

Die Segnungsgottesdienste queerer Paare im Jahr 2021 kamen bei vielen gut an. Immerhin schließen sich sexuelle Orientierung und Glaube nicht aus. Nun soll das Ganze wiederholt werden. Sicherlich auch aufgrund des hohen Zuspruchs.

Am 10, Mai (und damit am selben Tag wie in 2021) soll es dann so weit sein. An diesen Tag soll es ein „Revival“ für #liebegewinnt geben. Die Segnungen sind ausschließlich Paaren aus der Szene vorbehalten. Alle Informationen, die bisher bekannt sind, wurden in einer Pressemitteilung veröffentlicht.

LGBTQI+ Segnungsgottesdienste

Neuer Slogan für eine beliebte Aktion

Laut einem der Initiatoren, Pfarrer Burkhard Hose, habe es mittlerweile viele Anfragen zu einer Wiederholung der Aktion gegeben. Sowohl aus Deutschland als auch aus dem Ausland. Besonders spannend ist in diesem Zusammenhang auch das Motto der Segnungen in 2022. Die Aktion soll unter dem Motto „Da ist noch viel offen“ laufen. Die Botschaft: es wurde bereits viel erreicht, aber: Da geht noch mehr. Und auch wenn es im ersten Schritt naheliegt, das „noch viel offen“ darauf zu beziehen, dass sich noch viele Paare segnen lassen möchten, so bleibt auch eine Message auf der Meta-Ebene und eine Forderung nach mehr Gleichberechtigung im Allgemeinen.

Mit dem Slogan dürften die Verantwortlichen vielen Menschen aus der Szene aus dem Herzen sprechen.

Aktuell hat es ohnehin den Anschein, als ob sich Kirche und Community möglicherweise auch in Zukunft noch ein wenig mehr annähern könnten. Es ist noch nicht lange her, dass sich zahlreiche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kirche als queer geoutet haben und damit innerhalb der Institution für mehr Sichtbarkeit sorgten. Dementsprechend ist es sicherlich nicht übertrieben, zu behaupten, dass sich die Aktionen #outinchurch und #liebegewinnt bzw. „Da ist noch viel offen“ auf besondere Weise ergänzen.

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Viele Mitglieder der Community wünschen sich mehr Akzeptanz innerhalb ihrer Glaubensgemeinschaft.

Wie kam es überhaupt zu den LGBTQI+ Segnungsgottesdienste?

Für viele Queers schließen sich sexuelle Orientierung und Glauben nicht aus. Umso größer war der Aufschrei, der mit dem Segnungsverbot queerer Paare, das seitens der Kirche unterstützt wurde, einherging.

Die Segnungsgottesdienste, die im Jahr 2021 zum ersten Mal stattfanden, können als eine Art „liebevoller Protest“ bzw. als „Protest für die Liebe“ angesehen werden. Obwohl sich der Vatikan dagegen aussprach, beschlossen Geistliche, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen und somit zu zeigen „Ihr gehört zu uns.“. Ihnen solle auch in Zukunft, zumindest wenn es nach dem Willen der Organisatoren und Organisatorinnen geht, der Segen ihrer Glaubensgemeinschaft nicht verweigert werden.

Eine besondere Botschaft wird in die Welt getragen

Bei den Segnungsgottesdiensten aus dem Jahre 2021 handelte es sich offenbar um keine „Eintagsfliege“, sondern um eine Aktion, die vielleicht auch in den kommenden Jahren wiederholt wird. Besonders beeindruckend ist zudem, dass sich das Ganze nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern einer großen Beliebtheit erfreute. Dem Internet sei dank hatten auch Queers aus der internationalen Szene die Möglichkeit, mitzufeiern.

Es zeigte sich, dass es durchaus auch möglich ist, Segens feiern zu veranstalten, ohne dass der Vatikan hiermit einverstanden war. Was von Konservativen als ein Aufbäumen und als nicht tragbar tituliert wurde, wurde von anderen als eine wichtige Botschaft angesehen. #liebegewinnt eben. Und wer weiß? Je mehr Queers sich dazu entschließen, zu ihrem Glauben UND zu ihrer Liebe zu stehen, desto mehr dürften sich auch andere dazu ermutigt fühlen, beides miteinander zu verbinden.

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