In einer Zeit, in der viele Menschen vor einer neuen Variante des Coronavirus Angst haben, tauchte auch eine neue HIV Variante auf. Das, was bisher bekannt ist, wurde in der Zeitschrift „Science“ veröffentlicht.
Erste Details klingen beunruhigend. Denn: Wer sich mit dieser Variante angesteckt hat, soll eine viermal so hohe Viruslast in sich tragen, als jemand, der das bisherige HI Virus in sich trägt. Zudem soll das Immunsystem stärker geschwächt werden, so dass auch die Wahrscheinlichkeit steigt, schlussendlich an Aids zu erkranken.

Forscher untersuchen neue HIV Variante

Wie kann die neue HIV Variante behandelt werden?

Hierbei handelt es sich um eine Frage, die nicht nur die Forscher, sondern alle Menschen umtreiben dürfte. An dieser Stelle kann jedoch ein klein wenig Entwarnung gegeben werden. Denn: Aktuell spricht vieles dafür, dass die antiretrovirale Therapie, die bisher immer zum Einsatz kam, auch gegen die neue Variante genutzt werden kann. Somit erhöht sich auch das allgemeine Risiko für die sogenannte öffentliche Gesundheit nicht. Dennoch: Das Virus ist leichter übertragbar.
Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass ein Virus im Laufe der Zeit nicht zwangsläufig schwächer werden muss, sondern auch an Fahrt aufnehmen kann. Einige Wissenschaftler ziehen an dieser Stelle auch Parallelen zur Corona Pandemie. Auch hier gibt es immer wieder Menschen, die darauf hoffen bzw. fest glauben, dass sich das Virus abschwächt. Die Mutation des HI Virus wird nun von einigen als Beispiel dafür angeführt, dass sich die Dinge eben auch durchaus in eine andere Richtung entwickeln können. Dementsprechend ist es umso erfreulicher, dass die bereits bewährten Therapien zu wirken scheinen.

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Wie konnte eine neue HI Variante entstehen?

Auch diese Frage umtreibt sowohl Wissenschaftler als auch Gesellschaft. Dass sich Viren im Laufe der Zeit immer wieder verändern, ist nicht neu. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse geht die Wissenschaft aktuell davon aus, dass sich das Virus in einem Menschen entwickelt hat, der über einen langen Zeitraum hinweg unter einer Infektion litt. Etwaige „Zwischenschritte“ seien hierbei aber wohl nicht „verpasst“ worden.
Und auch an dieser Stelle ziehen einige Forscher erneut Parallelen zur aktuellen Pandemie. So sei es – trotz Impfungen und Behandlungsmöglichkeiten – durchaus möglich, dass sich das Virus auch hier vergleichsweise spontan verändert und wieder aggressiver wird. Daher wäre es aktuell falsch, sich zu sicher zu fühlen, „nur“, weil Omikron offenbar oft für mildere Verläufe sorgen würde.

So ganz „neu“ ist das Virus nicht

Wer sich schon etwas länger mit der Forschung rund um das HI Virus befasst, weiß, dass das neue Virus nicht vor einigen Tagen spontan auftauchte. Genaugenommen wurde es schon im Jahre 2018 in Proben nachgewiesen. Die meisten der Infizierten kamen damals aus den Niederlanden. Dies veranlasste eine Gruppe von Forschern und Forscherinnen dazu, die Daten von circa 6.700 HIV Patienten zu untersuchen. In 109 Fällen konnte die neue Variante dann schlussendlich nachgewiesen werden. Hierbei dürfte es sich jedoch nur um einen Bruchteil aller Infektionen handeln. Die Dunkelziffer dürfte weitaus größer sein.

Wie kann ich mich vor HIV schützen?

HIV kann unter anderem durch Sex und Oralverkehr übertragen werden. Wer hier möglichst auf der sicheren Seite sein möchte, sollte dementsprechend immer nur geschützten Geschlechtsverkehr haben – vor allem außerhalb von monogamen Partnerschaften. Zudem kann auch der gemeinsame Gebrauch verunreinigter Spritzen, beispielsweise beim Drogenkonsum, zu einer Übertragung führen.
Wer fürchtet, sich angesteckt zu haben, sollte nicht zögern und mit seinem Arzt sprechen. Im Zweifel kann ein Aidstest für Klarheit sorgen. In jedem Fall gilt, dass das Thema auf keinen Fall ausgesessen werden sollte. Immerhin wäre es in dieser Zeit auch möglich, wiederum andere anzustecken.

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Das ist übrigens, dass Moderationstrio für den ESC

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