{"id":9683,"date":"2021-11-08T13:57:39","date_gmt":"2021-11-08T12:57:39","guid":{"rendered":"https:\/\/planet-randy.com\/blog\/?p=9683"},"modified":"2021-11-10T14:05:31","modified_gmt":"2021-11-10T13:05:31","slug":"welches-geschlecht-hat-eigentlich-gott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/planet-randy.com\/blog\/welches-geschlecht-hat-eigentlich-gott\/","title":{"rendered":"welches Geschlecht hat eigentlich Gott?"},"content":{"rendered":"<p>Ob sich die jungen Gl\u00e4ubigen, die diese \u2013 durchaus besondere \u2013 Genderdiskussion ins Rollen brachten, \u00fcber das Ausma\u00df ihrer \u00dcberlegungen bewusst waren, sei dahingestellt. Mittlerweile diskutiert das Netz jedoch teilweise sehr emotional dar\u00fcber, ob auf das Wort \u201eGott\u201c ein Gendersternchen folgen sollte.<\/p>\n<p>Diejenigen, die sich daf\u00fcr aussprechen, hier ein wenig \u201e<em>nachzubessern<\/em>\u201c, st\u00f6ren sich vor allem daran, dass viele Menschen dann, wenn sie \u201e<em>Gott<\/em>\u201c h\u00f6ren, fast schon automatisch an einen Mann denken. Und genau das soll mit Hilfe des Sternchens ge\u00e4ndert werden. Oder anders: das Sternchen k\u00f6nnte zumindest \u00dcberlegungen ansto\u00dfen, sich von alten Mustern zu verabschieden und zumindest zu \u00fcberlegen, ob noch andere Verbindungen als \u201e<em>Gott = Mann<\/em>\u201c m\u00f6glich sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Was von den einen als eine tolle M\u00f6glichkeit zur Kommunikation angesehen wird, wird von anderen bel\u00e4chelt. Wieder andere regen sich in den Sozialen Netzwerken lautstark \u00fcber \u00dcberlegungen wie diese auf. Die Diskussion ist in vollem Gange\u2026 Und k\u00f6nnte noch einige Zeit anhalten.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9684\" src=\"https:\/\/planet-randy.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/1200x675.jpg\" alt=\"welches Geschlecht hat eigentlich Gott?\" width=\"985\" height=\"554\" srcset=\"https:\/\/planet-randy.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/1200x675.jpg 985w, https:\/\/planet-randy.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/1200x675-200x112.jpg 200w, https:\/\/planet-randy.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/1200x675-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 985px) 100vw, 985px\" \/><\/p>\n<h2>Wie schreibt man eigentlich \u201eGott\u201c?<\/h2>\n<p>Rein rechtschreibtechnisch d\u00fcrfte es hier weniger zu Diskussionen kommen als mit Hinblick auf die Frage, ob der Stern denn nun gerechtfertigt ist oder nicht.<\/p>\n<p>Aufgrund der Tatsache, dass der Plural hier, anders als zum Beispiel bei \u201e<em>Polizist*innen<\/em>\u201c oder \u201e<em>B\u00e4cker*innen<\/em>\u201c, selbstverst\u00e4ndlich nicht m\u00f6glich ist, wird \u00fcberlegt, ob gegebenenfalls auf \u201e<em>Gott*<\/em>\u201c gesetzt werden k\u00f6nnte. Eine weitere Idee, die in diesem Zusammenhang auch immer wieder angebracht wird, ist das \u201e<em>Gott+<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>Die Botschaft hinter all diesen Varianten ist klar. Es geht nicht darum, zu sagen: Gott IST eine Frau, trans bzw. divers, sondern nur darum, dass mit Gott nicht pauschal genau der alte Mann assoziiert werden muss, der so oft in den K\u00f6pfen der Menschen vorausgesetzt wird. Eine Art Horizonterweiterung, deren Sinn nicht von allen unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n<p>Einen offiziellen Beschluss rund um die Diskussion gibt es noch nicht. M\u00f6glich w\u00e4re auch, dass das Ganze nach einiger Zeit wieder im Sande verl\u00e4uft. Andererseits liegt die Aufmerksamkeit der \u00d6ffentlichkeit sicherlich schon zu stark auf dem Thema als dass es jetzt m\u00f6glich w\u00e4re, noch einmal komplett zur\u00fcckzurudern. Dementsprechend wird sicherlich auch in den kommenden Monaten noch weiter diskutiert werden.<\/p>\n<p>Eine weitere Frage, die hierbei auch gekl\u00e4rt werden m\u00fcsste, ist: Wie wird ein \u201e<em>Gott*<\/em>\u201c oder ein \u201e<em>Gott+<\/em>\u201c schlussendlich ausgesprochen? Fest steht schon jetzt, dass es vor allem die j\u00fcngeren Gl\u00e4ubigen sind, denen es zum aktuellen Zeitpunkt sehr wichtig ist, die entsprechenden Ver\u00e4nderungen in die Wege zu leiten.<\/p>\n<h3>Ein Sternchen und viele erhitzte Gem\u00fcter<\/h3>\n<p>Seitdem \u00fcber die Sozialen Netzwerke bekannt gemacht wurde, dass aus \u201e<em>Gott<\/em>\u201c m\u00f6glicherweise ein \u201e<em>Gott*<\/em>\u201c oder ein \u201e<em>Gott+<\/em>\u201c werden k\u00f6nnte, wird rege diskutiert. Dies ist jedoch nicht verwunderlich. Mittlerweile m\u00fcssen sich auch viele Zeitungen und TV-Sender f\u00fcr das Gendern rechtfertigen. Kritiker bringen hier immer wieder als Argument, die Sprache w\u00fcrde verschandelt.<\/p>\n<p>Die Bef\u00fcrworter des Genderns sehen in den Sternchen allerdings die einzige M\u00f6glichkeit, ein \u2013 teilweise sehr maskulin gepr\u00e4gtes \u2013 Denken zu durchbrechen.<\/p>\n<p>Dass gerade die Kirche hier versucht, nun ebenfalls neue Wege zu gehen, mag ein wenig verwundern. Immerhin geh\u00f6rt sie zu den Institutionen, die sich zu einem gro\u00dfen Teil auf Traditionen berufen. Der Stern hinter dem \u201e<em>Gott<\/em>\u201c w\u00e4re dementsprechend in vielerlei Hinsicht ungew\u00f6hnlich, aber f\u00fcr seine Bef\u00fcrworter ein wichtiger Schritt in Richtung \u201e<em>Blick \u00fcber den Tellerran<\/em>d\u201c.<\/p>\n<p>Und eines kann sicherlich nicht abgestritten werden: der Zusatz w\u00fcrde bewirken, dass sich viele Menschen \u2013 zumindest kurz \u2013 dar\u00fcber Gedanken machen, wie sie Gott sehen bzw. sehen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier findest du <a title=\"Queere B\u00fccher f\u00fcr laue Herbstabende\" href=\"https:\/\/planet-randy.com\/blog\/queere-buecher-fuer-laue-herbstabende\/\" rel=\"bookmark\">Queere B\u00fccher f\u00fcr laue Herbstabende<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob sich die jungen Gl\u00e4ubigen, die diese \u2013 durchaus besondere \u2013 Genderdiskussion ins Rollen brachten, \u00fcber das Ausma\u00df ihrer \u00dcberlegungen bewusst waren, sei dahingestellt. 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